Eine vorbildliche Fankultur braucht Vorbilder – ein Kommentar

Mit dem Schalker Fanprojekt erbringt unser Träger Gelsensport e.V. seit fast 25 Jahren professionelle Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Sinne des SGB VIII im Umfeld des FC Schalke 04. Der Auftrag der Fanprojekte wird durch das „nationale Konzept Sport und Sicherheit“ (NKSS) legitimiert, welches einen breiten Konsens unter Entscheidungsträgern in Fußball und Politik genießt. Sozialpädagogische Fanprojekte handeln im öffentlichen Interesse und tragen zu einer Fankultur bei, die sich auch aktiv gegen extremistische Strömungen positioniert. Ein seit jeher zentrales Themenfeld dieser Arbeit ist die Prävention von Diskriminierung und Rassismus. Unseren Auftrag haben wir in der Vergangenheit mit einer Vielzahl von Lesungen, Gesprächsrunden, Ausstellungen, Gedenkstättenfahrten, Jugendfreizeiten sowie unserer Konzeption des „Lernort Stadion“ umgesetzt.

Wenn in diesen Tagen die neue Saison beginnt, wird der Fußball wieder Lebensmittelpunkt für viele junge Fans. Schalke bildet einen zentralen Bestandteil ihrer Identität. Gerade für die aktive Fanszene geht dies weit über den sportlichen Wettbewerb hinaus. Es liegt daher auf der Hand, dass diese jungen Menschen nicht nur sportliche Vorbilder benötigen. Vielmehr sind für sie auch ideelle Vorbilder gefragt. Das können Einzelpersonen sein, welche gemeinsame Werte aktiv vertreten, transportieren und voran treiben.

Die Unterstützung durch den FC Schalke 04 ist für unsere Arbeit essentiell. Diese geht regelmäßig über die rein ideelle Unterstützung unserer Ziele hinaus, aber Rückenwind für unsere Arbeit bilden auch das Leitbild und die Vereinssatzung, welche nicht nur aus unserer Sicht in Bezug auf Diskriminierung und Rassismus eindeutig sind. In politisch schwierigen Zeiten, in denen Uneindeutigkeit und Diffusion den öffentlichen Diskurs beherrschen, benötigen besonders Jugendliche und junge Erwachsenen Eindeutigkeit. Denn Jugendkultur ist davon geprägt, gesellschaftliche Konventionen herauszufordern und vermeintlich Unverhandelbares zu hinterfragen.

Wenn Personen, welche die Diskussion um die gemeinsamen Werte des Vereins herausfordern, gleichzeitig auch diejenigen sind, die diese gemäß ihrer Position als ideelle Vorbilder am eindeutigsten vorleben könnten, wirft das mehrere Fragen auf: Was wollen wir Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bezug auf den Umgang mit Rassismus und Diskriminierung signalisieren? Was wollen wir diesen jungen Menschen für den Umgang mit einem gemeinsamen Wertekanon vermitteln? Gibt es Werte in diesem Kanon, deren Missachtung eine Bagatelle ist? Und müssten nicht alle, die sich als Schalker identifizieren, diesen Kanon auch aktiv vertreten – leben – und zwar unabhängig von ihrem Status?

Vor allem aber: Welche Fankultur wollen wir auf Schalke? Bisher haben wir eine Fanszene, die auch bereit ist, sich offen gegen Diskriminierung zu positionieren. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt der Blick in andere Stadien, nicht nur innerhalb der deutschen Fußballlandschaft. Es ist eine Errungenschaft des teils jahrzehntelangem Engagements vieler beteiligter Gruppen auf Schalke. Werden Diskriminierung und Rassismus in den Raum der Uneindeutigkeit verschoben und bagatellisiert, eröffnen sich gleichzeitig Räume für neue Strömungen, welche diese Errungenschaft herausfordern werden. Wenn wir jedoch eine vorbildliche Fankultur auf Schalke wollen, müssen wir auch an den Vorbildern arbeiten. Vorbilder, die nicht nur das Leitbild leben, sondern auch zu ihren Fehlern stehen, sich bei Betroffenen entschuldigen, allen Beteiligten zuhören und dialogbereit bleiben.

Verschiedene kulturelle Hintergründe haben auf Schalke Tradition. Gleichzeitig fußt diese Tradition auf einem schwierigen Erbe. Der FC Schalke 04 ist einer der wenigen Fußballvereine, die ihre Geschichte intensiv aufgearbeitet haben. Das hat auch zur Entzauberung alter Idole vom Schalker Markt geführt. Auf diesen Mut kann der Verein stolz sein – und sollte ihn, um einer gesunden Fankultur willen, auch zukünftig zeigen.

Bestzeiten, Rekorde, Schweiß und Spaß: Teilnahme am Vivawest-Marathon 2019

Nach Teilnahmen an den B2Run Läufen in der Arena und verschiedenen Volksläufen im Ruhrgebiet und im Rheinland, stand im diesen Jahr erstmalig die Teilnahme am „Heimspiel“ an, dem Vivawestmarathon. Neben LäuferInnnen aus dem Lauftreff, welche zum wöchentlichen Angebot des Fanprojektes gehören, bildeten sich Staffeln aus den Gruppen der aktiven Fanszene. Vorab hatten die Profis von Laufwerk Ruhr die Teilnehmer auf einem Infoabend, mit Tipps und Trainingsplänen versorgt. Read more…

Ferienfreizeit: vom 22. bis 26. Juli ins Fancamp Lippesee

 

Gelsenkirchen, 03.Juni.2019: Das beliebte Fancamp NRW wirft bereits seinen Schatten voraus, mittlerweile ist das sommerliche Ferienlager am Lippesee fester Bestandteil im Angebotsrepertoire des Schalker Fanprojekts. Im Rahmen der Jugendbegegnung wird ein umfangreiches Programm geboten, gemeinsames Kochen, Wasserski und Wakeboard sowie Beachvolleyball stehen ebenso auf der Agenda, wie viele sportliche Aktivitäten um den Fußball.

Jetzt da die Tage länger werden und die Sonne wärmer, wird es langsam Zeit für die Planung der Sommerferien. Vom 22. bis 26. Juli 2019 wollen wir mit euch und weiteren Fanprojektstandorten aus NRW eine gemeinsames Fancamp 2019 beziehen. Am Lippesee im Kreis Paderborn werden wir erneut unsere Zelte aufschlagen – und zwar ganz wörtlich, denn es geht um eine Campingfreizeit.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche Fans des Fc Schalke 04 im Alter zwischen 14 bis 17 Jahren und wird betreut von den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schalker Fanprojektes. Im Mittelpunkt stehen Austausch und Begegnung sowie gemeinsame Erlebnisse – von sportlichen Aktivitäten über politische Bildung bis zum abendlichen Lagerfeuer.

Das Gelände am Lippesee bietet perfekte Freizeitmöglichkeiten. Es kann gebadet, geskatet und gekickt werden. Kartfahren und Wasserski sind ebenso im Angebot wie das schlichte Sonnenbad am Strand, Fußballdart und Bubbleball runden das Programm ab.

„Ich freu mich einfach auf die Gemeinsame Woche mit den unterschiedlichen Jugendlichen, denn wir übernachten alle zusammen in Acht-Personen-Zelten. Beim Outdoor-Kochen versorgen uns unsere Hobbyköche mit den verschiedensten Köstlichkeiten, ob Currywurst, Döner oder etwas aus der „Riesen-Paellapfanne“. Selbstverständlich haben wir einen Freizeitkoch dabei, der auch dafür sorgt, dass wir alle satt werden, ganz egal ob vegan, vegetarisch oder mit Fleisch. Neben den üblichen Badespaß haben wir für euch jeden Tag ein andere absolute Highlights parat, sodass der Spaß definitiv nicht zu kurz kommt!“ – meint Friedrich Schellhase vom Schalker Fanprojekt.

Wir freuen uns auf eure Anmeldungen und stehen gerne für weitere Auskünfte bereit.

Die Kosten für die Sommerfreizeit vom 22. bis 26. Juli 2019 betragen 50 Euro. Im Angebot enthalten sind An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung (Frühstück, Mittag, Abendessen) sowie alle weiteren Angebote vor Ort.

Weitere Informationen und Anmeldeformulare unter:
Friedrich Schellhase
Tel: 0209 468846 / 0159 04487627
E-Mail : f.schellhase@schalker-fanprojekt.de / aufachse@schalker-fanprojekt.de

„Schalker gegen Rassismus“ – Design-Wettbewerb für ein T-Shirt

Der T-Shirt-Wettbewerb für alle Schalker! Du bist Künstler, Grafiker, Hobbymaler oder einfach nur ein kreativer Kopf und stehst für unser Leitbild ein? Dann bist du der Richtige und herzlich eingeladen, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Gestalte ein T-Shirt gegen Rassismus und sende uns deine Grafik per Mail zu. Alle Einsendungen werden von einer Jury bewertet und ein Gewinner ermittelt.

Das Thema des Wettbewerbs lautet „Schalker gegen Rassismus“ und das soll auch auf dem T-Shirt deutlich erkennbar sein. Bei der Gestaltung sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

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